Was muss ich beim 3D Scan von Personen beachten?
Mit dem richtigen Know How lassen sich mit den Handscannern von Artec sehr detailgetreue Personenscans erstellen. Neben dem allgemeinen Vorgehen zeigen wir in diesem Beitrag unsere Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis. Die Handscanner Artec Eva und Leo eignen sich für Personenscans am besten. Der Leo bietet durch den kabellosen Workflow noch eine höhere Mobilität, was den Scanprozess vereinfacht.

Darauf sollten Sie vor dem Scan achten:
- Achten Sie auf ausreichende und möglichst gleichmäßige Beleuchtung. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie die Textur des 3D Scans benötigen. Schatten oder starker Lichteinfall sollten vermieden werden.
- Die zu scannende Person sollte keine Brille tragen, da die Brillengläser und die meisten Gestelle nicht gescannt werden können und für Artefakte in der Textur sorgen. Auch Uhren und glänzender oder transparenter Schmuck sollten vor dem Scan entfernt werden.
- Die Position der zu scannenden Person muss für mehrere Minuten gehalten werden. Deshalb wählen Sie am besten eine möglichst angenehme Position, die über ein paar Minuten gehalten werden kann. Für einen einfachen Scanvorgang sind die Arme am besten an den Körper angelegt um Positionsänderungen während dem Scan zu vermeiden. Ähnliches gilt auch für die Hand bzw. die Finger. Diese sollten am besten zusammen liegen.
Der 3D Scan mit Artec Eva und Leo
Grundsätzlich macht es beim 3D Scan einer Person Sinn, sich von oben nach unten vorzuarbeiten und die Person zu umkreisen. Wir empfehlen dabei immer mit dem Gesicht anzufangen, da es dort am schwierigsten ist, die Position zu halten. Der Scan des Gesichts gelingt am besten, wenn die zu scannende Person einen Fixpunkt anvisiert. Der Fixpunkt sollte leicht oberhalb der Augenhöhe liegen, um den direkten Blick in die Belichtung des Scanners zu vermeiden. Das Gesicht kann in wenigen Sekunden vollständig gescannt werden. Währenddessen sollte die Person nicht blinzeln, damit sich die Form der Augenpartie nicht verändert. Vermeiden Sie es anschließend unbedingt, das Gesicht nochmal zu erfassen. Dies würde bei einer leicht veränderten Mimik zum Versatz innerhalb des Scans führen.

Nach dem Scan des Gesichts empfehlen wir den Wechsel auf die Rückseite, um die Haare mit Schulterpartie und Teile des Rückens aufzunehmen. Für den Scan der Haare sollten auch Aufnahmen von möglichst weit oben entstehen, damit dort keine Details fehlen. Dabei müssen als Referenz immer andere Bereiche wie die Schultern, Ohren oder der Nacken im Sichtfeld bleiben.